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Freiwillige Feuerwehr Neufahrn l. d. Isar
Im Notfall 112

Schlafen kann warten – 24 Stunden Jugendfeuerwehr in Neufahrn

Vom 25. auf den 26. Juli 2026 hieß es für die Jugendfeuerwehr Neufahrn l. d. Isar: Schlafen kann warten!Bei der diesjährigen 24-Stunden-Übung waren unsere Nachwuchsfeuerwehrleute einen ganzen Tag und eine ganze Nacht gefordert. Auf dem Programm standen realitätsnahe Übungseinsätze, spannende Ausbildungsinhalte, Teamwork – und natürlich jede Menge Spaß.

Kaum war das Übungslager aufgebaut und Schlafsäcke und Isomatten waren bereitgelegt, ertönte auch schon der erste Alarm. Mit dem HLF ging es in den Wald: Eine bewusstlose Person musste von einem Hochsitz gerettet werden. Mit der Schleifkorbtrage meisterten die Jugendlichen die anspruchsvolle Aufgabe gemeinsam und sicher.

Viel Zeit zum Verschnaufen blieb nicht. Wenig später wurden die Jugendlichen zu einem Arbeitsunfall im Ortsgebiet gerufen. Eine Person war unter einem herabgestürzten Heuballen eingeklemmt und musste möglichst schnell, aber trotzdem mit der nötigen Vorsicht befreit werden

Doch bei einer 24-Stunden-Übung heißt es nicht nur: auf den nächsten Alarm warten. Zwischendurch standen auch verschiedene Ausbildungseinheiten auf dem Programm.

Besonders spannend wurde es beim Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Baierbrunn. Drei Kameraden brachten ihre Drehleiter mit und zeigten unseren Jugendlichen, welche Möglichkeiten dieses Fahrzeug bietet. Am Übungsstadel konnte anschließend eine Personenrettung aus dem Dachgeschoss geübt werden – eine ganz besondere Erfahrung für unseren Feuerwehrnachwuchs.

Auch die Erste Hilfe durfte natürlich nicht fehlen. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr aus der Nachbargemeinde Wangen wurden Wiederbelebungsmaßnahmen trainiert und unterschiedliche Verletzungsmuster versorgt. So konnten die Jugendlichen nicht nur ihre feuerwehrtechnischen Fähigkeiten erweitern, sondern auch wichtige Kenntnisse für den Alltag sammeln.

Wenn der Piepser geht, heißt es: ausrücken!

Natürlich warteten die Jugendlichen zwischen den Einsätzen gespannt auf den nächsten Alarm. Der nächste Einsatz führte allerdings zunächst die erwachsenen Feuerwehrleute zu einem brennenden Bushaltestellenhäuschen und der angrenzenden Wiese. Ein aufmerksamer Anwohner hatte mit einem Feuerlöscher bereits gute Arbeit geleistet, sodass das Feuer schnell unter Kontrolle war und das Fahrzeug bald wieder für die Jugendfeuerwehr zur Verfügung stand.

Etwas kniffliger wurde die Rettung eines Fahrradfahrers, der in eine Baugrube gestürzt war und über starke Schmerzen klagte. Hier waren neben technischem Geschick vor allem Ruhe, Absprache und eine gute Zusammenarbeit gefragt.

Mit Anbruch der Dunkelheit folgte schließlich ein weiterer Brandalarm. Die Jugendgruppe rückte aus und konnte das Feuer routiniert bekämpfen.

Doch eine echte 24-Stunden-Übung wäre keine 24-Stunden-Übung, wenn nicht auch nachts der Piepser gehen würde. Mitten in der Nacht wurden alle aus dem Schlaf gerissen: Gemeldet war ein Zimmerbrand. Zum Glück stellte sich der piepsende Rauchmelder als Fehlalarm heraus – und die Jugendlichen konnten schnell wieder zurück in ihre Schlafsäcke.

Zumindest bis in die frühen Morgenstunden. Eine vermutlich leicht alkoholisierte Partygängerin war mit ihrem Fahrrad in einen abgestellten Container gefahren und klagte anschließend über Schmerzen am Arm. Auch dieses Szenario meisterte die Jugendfeuerwehr gemeinsam.

24 Stunden Jugendübung 2026

Jugendgruppe 24H der Freiwilligen Feuerwehr Neufahrn l. d. Isar

24 Stunden Jugendübung 2026

Brand im Freien – auf Anfahrt

24 Stunden Jugendübung 2026

Brand im Freien – Löschaufbau

24 Stunden Jugendübung 2026

Person im Wald retten

24 Stunden Jugendübung 2026

Übung mit der DLK der Freiwilligen Feuerwehr Baierbrunn

24 Stunden Jugendübung 2026

Person in Baugrube

Feuerwehr ist mehr als Einsatz und Ausbildung

Zwischen den Einsätzen blieb natürlich auch Zeit zum gemeinsamen Spielen, Lachen und Reden. Gerade diese Mischung macht die Jugendfeuerwehr aus: Man lernt, Verantwortung zu übernehmen, übt wichtige Fähigkeiten und erlebt spannende Situationen – aber vor allem macht man das gemeinsam.

Denn bei der Feuerwehr zählt nicht, wer alleine am schnellsten ist. Entscheidend ist, dass man sich aufeinander verlassen kann, miteinander kommuniziert und als Team funktioniert. Genau das wurde bei der 24-Stunden-Übung immer wieder deutlich.

Ein herzliches Dankeschön geht deshalb an unsere Jugendlichen für ihren Einsatz und ihre Begeisterung, an die Komparsen aus dem Ort für die realistischen Übungsszenarien, an die Freiwillige Feuerwehr Baierbrunn für das Ausleihen der Drehleiter und die professionelle Einweisung sowie an das Küchenteam, das unseren Nachwuchs rund um die Uhr bestens versorgt hat. Ebenso bedanken wir uns bei der Jugendfeuerwehr aus Wangen für die gemeinsame Erste-Hilfe-Ausbildung.

Nach 24 Stunden mit wenig Schlaf, vielen Einsätzen, abwechslungsreicher Ausbildung und jeder Menge gemeinsamer Erlebnisse steht fest:

Unser Feuerwehrnachwuchs ist motiviert, engagiert und ein starkes Team!

Und wer jetzt denkt: „Das würde ich auch gerne mal erleben!“ – bei der Jugendfeuerwehr bist du genau richtig.
Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Übungen, Einsätze und Abenteuer – und natürlich schon auf die nächste 24-Stunden-Übung!